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Wenn das Kaninchen krank ist...

...muss es oft wie wir Menschen mit Medikamenten versorgt werden. Die Gabe erweist sich bei den meisten Patienten als äußerst schwierig, da Kaninchen sich sowieso meist nicht gerne hochheben lassen und schnell in Panik geraten, wenn sie in die Enge getrieben oder gegen ihren Willen festgehalten werden. Bei der Medikamentengabe ist es wichtig, dem Tier die Präparate so schnell und stressfrei wie möglich zu verabreichen, denn Kaninchen reagieren generell sehr empfindlich auf Stress.

Die gängig beschriebenen Vorgehensweisen, dem Tier z.B. mit einer Spritze ins Mäulchen die Medizin zu verabreichen, funktionieren oft nicht, weil das Tier sich enorm wehrt. Wenn es sich nicht ohne große "Kämpfereien" einfangen und behandeln lässt, sollte vor Allem bei längerfristigen Behandlungen abgewogen werden, ob der Stress, der dadurch entsteht, nicht schädlicher ist als die Hilfe, die man ihm durch die Medikamente zukommen lässt. Für solche Fälle haben wir nachfolgend eine Liste mit einigen Tipps & Tricks erstellt, wie man auch ohne Erfahrung das zu verabreichende Medikament schonend verabreichen kann:

Flüssige Medikamente

Zur Eingabe direkt ins Mäulchen, z.B. Antibiotika : die Medizin aus der Spritze in ein Leckerli geben. Als Ausnahme und auch nur für die Zeit der Medikamentengabe eignen sich getreidehaltige Leckerlis, weil diese von den meisten Tieren mit Sicherheit gern genommen werden. Für flüssige Medikamente eignen sich die "Carotties", "Lofties" oder "Grünlinge" von Vitakraft, diese sind luftig und trocken, d.h. sie saugen jede Flüssigkeit sofort in sich auf. Sie sollten schnell gefüttert werden, denn sobald sie all zu sehr eingeweicht sind, werden sie von den Tieren nicht mehr gefressen.

Eine weitere Möglichkeit ist, die Flüssigkeit mit einem Klecks Babybrei oder Früchtemus zu vermischen. Am besten vorher ausprobieren, welche Sorte das Tier freiwillig vom Löffel schlabbert.

Eine Medikamtengabe über das Trinkwasser wird nicht empfohlen, da hier keine genaue Dosierung erfolgen kann, was besonders bei der Gabe von Antibiotika wichtig ist. Jedes Tier trinkt unterschiedlich viel, manche trinken garnichts und so kann nicht sichergestellt werden, dass jedes Tier die Menge zu sich nimmt, die notwendig ist.


Ohrentropfen : Hier gibt es leider keine großen Ausweichmöglichkeiten, die Tropfen müssen direkt ins Ohr und dafür muss das Tier festgehalten und gut fixiert werden. Am besten geht es zu zweit, alleine kann man versuchen, das Tier in ein Handtuch zu wickeln (nicht zu fest!) oder es für die Behandlungszeit in eine Transportbox zu setzen. Die Tropfen lassen sie sich am besten verabreichen, indem man die Pipette so nah wie möglich an die Ohröffnung bringt, sie darf aber nie direkt ins Ohr gesteckt werden! Nachdem die Tropfen ins Ohr gegeben werden, schüttelt das Kaninchen üblicherweise den Kopf, weil es die Flüssigkeit im Ohr nicht mag. Dadurch werden die Tropfen aber gut verteilt.

Augentropfen : Hier gibt es leider keine großen Tricks, die Tropfen müssen direkt ins Auge. Dafür wird am besten das untere Lid ein wenig nach unten gezogen, um die Tropfen in die entstandene "Tasche" zu geben. Das Kaninchen muss für diese Prozedur festgehalten und gut fixiert werden. Am besten geht es zu zweit, alleine kann man versuchen, das Tier in ein Handtuch zu wickeln (nicht zu fest!) oder es für die Behandlungszeit in eine Transportbox zu setzen.

Augensalbe

Hier gibt es leider keine großen Tricks, die Salbe muss direkt ins Auge. Hierbei sollte darauf geachtet werden, das Auge nicht mit der Spitze der Tube zu berühren, sondern die Salbe direkt ins Unterlid zu geben. Das Kaninchen muss für diese Prozedur festgehalten und gut fixiert werden. Am besten geht es zu zweit, alleine kann man versuchen, das Tier in ein Handtuch zu wickeln (nicht zu fest!) oder es für die Behandlungszeit in eine Transportbox zu setzen.

Gel & Paste zur Eingabe direkt ins Mäulchen

z.B. Bird Bene Bac : hat eine recht feste Konsistenz, man kann gut einen erbsengroßen Klecks z.B. zwischen 2 Baslilkumblättern verstecken.

z.B. Panacur : ist zähflüssig und kann gut auf einem Apfelstückchen verteilt werden, das dann nach leichtem Antrocknen dem Tier verkehrt herum angeboten wird. Apfel neutralisiert Gerüche, d.h. das Tier riecht die Paste garnicht!

Globuli (Streukügelchen) zur Eingabe direkt ins Mäulchen

Globuli lassen sich sehr gut in ein Apfelstückchen drücken. Am besten nicht direkt mit den Händen anfassen, sondern die Menge der Globuli, die verabreicht werden soll, auf eine ebene Fläche legen und das Apfelstücken einfach draufdrücken.

Tabletten

Tabletten lassen sich gut in Rosinen verstecken oder fein mit einem Löffel zerkleinern und mit einem kleinen Klecks Apfelmus oder Babybrei verrühren. Auch können sie z.B. in ein Stück Banane, Apfel, Pfirsich, Erdbeere oder in eine Weintraube gesteckt werden.



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Aktualisiert : 17.11.2010