Link für Aufklärung, Tierschutz, Tierrecht, Informationaerzte-gegen-tierversuche.tierrechte.deVereinigung Ärtze gegen Tierversuche  
































Was ist für Kaninchen gesund?

Diese Nahrungspyramide zeigt, welches Futter zu einer gesunden Kaninchenernährung gehört und in welchen Mengenverhältnissen die einzelnen Nahrungsmittel verfüttert werden sollen.

Heu (& Gras)
Wasser
Gemüse
Obst
Kräuter, Blätter & Blüten
Zweige

Heu (& Gras)
Gras -die frische Variante des Heues- von einer saftigen Wiese mit Kräutern und Blüten, stellt für Kaninchen das optimale Nahrungsmittel dar. Da es jedoch meist nicht in ausreichenden Mengen zur Verfügung steht und vielen Menschen nicht zugänglich ist, stellt die getrocknete Variante, also Heu das wichtigste Grundnahrungsmittel für unsere Hauskaninchen dar! Das mag auf den ersten Blick für den Menschen etwas trist und langweilig wirken, Heu ist jedoch die Basis für ein gesundes Kaninchen, denn es reguliert massgeblich die Verdauung und ist sehr nährstoff- und rohfasserreich. Heu ist sozusagen das "Brot der Kaninchen", deswegen sollte auch immer auf eine gute Qualität geachtet werden: gutes Heu duftet schön würzig, es ist grün und nicht gelb oder braun. Es muss luftig-locker und trocken abgepackt sein, staubiges, schimmeliges oder muffiges Heu ist ein Zeichen von minderer Qualität und kann zu schweren Verdauungsstörungen führen! Heu muss dem Kaninchen immer in grossen Mengen zur Verfügung stehen, dabei ist es auch wichtig, mehrmals täglich frisches Heu nachzufüllen, auch wenn sich noch etwas in der Raufe befindet. Denn es wird schnell muffig und animiert dann nicht mehr zum fressen. Sobald frisches Heu gereicht wird, kann man immer einen grossen Andrang beobachten, und das auch, wenn die Tiere grade gefressen haben und satt sind. Mindestens morgens und abends sollte die Raufe und vorzugsweise auch noch an weiteren Stellen (Heu-Körbchen, Heu-Karton, 2te Raufe) grosszügig befüllt werden. Kaninchen lieben es, in einen mit Heu gefüllten Korb zu hoppeln und darin genüsslich an den Hälmchen zu mümmeln. Es ist wichtig, dass Heu immer zur Verfügung steht, da Kaninchen einen Stopfmagen nach dem Prizip "oben-rein-unten-raus" haben, sie müssen also ständig was fressen, damit ihre Verdauung in Gang bleibt, zudem müssen die täglich nachwachsenden Backenzähne abgenutzt werden. Heu ist dafür optimal, weil die vertikale Kaubewegung beim Zermahlen des Heues die Zähne abschleift. Die Gabe von viel frischem Heu mehrmals täglich ist die beste Vorsorge für gesunde Zähne und einen gesunden Verdauungstrakt - beides extrem häufig auftretende Probleme bei der Kaninchenhaltung!
 
Im Sommer ist Gras das optimale Futter und kann problemlos in großen Mengen verfüttert werden. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass die Tiere ab Frühlingsbeginn langsam und behutsam an frisches Gras, Kräuter und Blüten gewöhnt werden müssen, damit sich das empfindliche Magen-Darm-System darauf einstellen kann. Füttern Sie anfangs nur ganz kleine Portionen (eine kleine Hand voll) und steigern Sie diese täglich. Man sollte nie ein Kaninchen ohne vorherige Gewöhnung einfach auf eine Wiese setzen! Dies kann zu schweren Verdauungsbeschwerden mit Durchfall und schmerzhaften Blähungen führen, die lebensbedrohlich sein können. Geben Sie Ihrem Tier über mindestens eine Woche täglich etwas mehr frisches Grünfutter und setzen es frühestens danach auf die Wiese, wenn Sie merken, dass es das neue Futter verträgt und keinerlei Verdauungsbeschwerden hat.
 
Frisches Grünfutter sollte nie direkt vom Straßenrand gesammelt werden, da dieses Grün sehr viele Schadstoffe, Düngemittel und auch Hundeurin beinhaltet. Geignet sind naturbelassende, ungedüngte Wiesen, die nicht von Wildkaninchen heimgesucht werden (Gefahr der Übertragung von Krankheiten!) und in der Stadt z.B. etwas Abseits vom großen Treiben liegen.

Wasser
Wasser gehöt neben dem Heu zu der Nahrungs-Basis, die dem Kaninchen immer ausreichend und frisch zur Verfügung stehen muss - auch im Winter! Dafür eignet sich ein schwerer Ton-Napf am besten, da er am ehesten die natürliche Körperhaltung beim Trinken ermöglicht. Das Wasser sollte täglich frisch sein, sehr trinkfreudigen Kaninchen sollte sogar mehrmals täglich frisches Wasser gereicht werden, da abgestandenes Wasser und die kleinsten Verunreinigungen für die Feinschmecker schon reichen, um dem Wassernapf den Rücken zu kehren. Meistens wird der Wasserbedarf durch Grünfutter gedeckt, deswegen kann man auch oft beobachten, dass Kaninchen ihren Wassernapf überhaupt nicht anrühren, trotzdem darf es nicht geschehen, dass bei Durst keine Möglichkeit zum Trinken besteht. Flüssigkeitsmangel kann schnell zu Nierenproblemen führen.

Frischfutter
Kaninchen ernähren sich vegetarisch und benötigen zum Gesundsein täglich und regelmässig Grünzeug auf ihrem Speiseplan, um mit Vitaminen, Proteinen, Mineralstoffen und Kohlenhydraten versorgt zu werden. Dabei reichen Obst- und GemüseRESTE keinesfalls aus, auch verwelktes oder verdorbenes hat im Kaninchen-Fressnapf nichts zu suchen. Täglich frisches Obst und Gemüse, das optimalerweise auf 2 - 3 kleinere Portionen (ca. eine Hand voll) am Tag verteilt wird, ist die beste Basis für eine stablie Gesundheit und ein starkes Immunsystem. Bei der Auswahl des Grünzeugs ist jedoch durchaus Vorsicht geboten, Kaninchen haben ein sehr empfindliches Verdauungssystem und reagieren auf eine zu schnelle Futterumstellung oft mit Durchfall. Zudem sind sie auch noch durchaus Feinschmecker und mögen längst nicht alles, was man ihnen vor die Nase legt.
 
Deswegen gilt : an jedes neue, ungewohnte Frischfutter muss sich das Magen-Darm-System der Kaninchen erst ganz langsam mit kleinen Portionen gewöhnen , sonst kann es zu schweren Verdauungsstörungen kommen! Am besten verabreicht man neues Futter erst in kleinen Mengen, die, wenn das Futter gut vertragen wird, täglich gesteigert werden können.
 
Frischfutter darf ausserdem nie direkt aus dem Kühlschrank verfüttert werden, es muss immer Zimmertemperatur haben.
 
Es sollte vor der Verfütterung immer gut abgewaschen werden, um die Anzahl der Schadstoffe und Pestizide zu verringern, völlig "wegwaschen" kann man sie jedoch nie.

Gemüse
Was?Menge?Eigenschaften
  Broccoli
nur in kleinen Mengen verfüttern stärkt Abwehrkräfte, enthält viel Oxalsäure, Kohlgewächse können bei überfütterung aufgasend wirken!
  Chicoree
nur in kleinen Mengen verfüttern, täglich 1 Blatt ist unbedenklichKalorienarm, reich an Mineralstoffen und dem Ballaststoff Inulin, wirkt leicht harntreibend, hoher Oxalsäureanteil in den äußeren Blättern - diese und Strunk nicht verfüttern, kann wegen des hohen Wassergehalts bei überfütterung zu Durchfall, aber vor allem zu Blähungen führen!
  Chinakohl
Gutes Basisfutter, geeignet für tägliche Gabe und größere Mengengut verträglich, kalorienarm, guter Vitamin C Versorger im Winter, stärkt die Abwehrkräfte, hoher Gehalt an Folsäure, es handelt sich zwar um eine Kohlart, trotzdem wirkt Chinakohl nicht blähend, äußere Blätter nicht verfüttern
  Eisbergsalat
nur in kleinen Mengen verfüttern, täglich 1 Blatt ist unbedenklichKalorienarm, wird gut vertragen und ist sehr beliebt, eignet sich wegen des hohen Wassergehalts besonders als Sommerfutter, äußere Blätter und Strunk nicht verfüttern, kann wegen des hohen Wassergehalts bei Überfütterung zu Durchfall, aber vor allem zu Blähungen führen, enthält oft viel Nitrat
  Endivien
nur in kleinen Mengen verfüttern, täglich 1 Blatt ist unbedenklich Hoher Gehalt an Mineralstoffen, Vitaminen, Kohlehydraten und Eiweiß, enthält den Bitterstoff Inulin, der für den Geschmack verantwortlich ist und eine galle-, harntreibende und appetitanregende Wirkung hat, äußere Blätter und Strunk nicht verfüttern!
  Feldsalat
nur in kleinen Mengen verfüttern enthält ätherische Öle, viel Kalium, Vitamin A und B6 und hat von allen Salatarten den höchsten Gehalt an Vitamin C und die höchsten Eisenwerte, enthält oft viel Nitrat
  Fenchel
Gutes Basisfutter, geeignet für tägliche Gabe und größere Mengen Kraut wird besonders gern gefressen, kalorienarm, gut geeignet bei Verdauungsbeschwerden, enthält viele Mineralstoffe und Vitamine (Folsäure, Eisen, Kalzium, Magnesium, Betacarotin und sehr viel Vitamin C) sowie ätherischen öle (wirken sich bei Erkältungen positiv auf die Schleimhäute aus, erleichtern das Atmen), kann den Urin rötlich verfärben, auch für säugende Weibchen geeignet, da es die Milchproduktion fördert
  Gurke
nur in kleinen Mengen verfüttern hoher Gehalt an Wasser (etwa 96%), Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen, Kohlehydraten und Vitaminen, kann in großen Mengen zu Durchfall führen, Schale entfernen, da sie viel Nitrat enthält
   Karotten / Möhren
Gutes Basisfutter, geeignet für tägliche Gabe und größere Mengengeeignetes Winterfutter, energiereiches Kräftigungsmittel, wirkt harntreibend, kann den Urin rötlich verfärben, Möhrengrün nur selten verfüttern, da es sehr viel Kalzium enthält, Möhren enthalten hingegen wenig Kalzium
  Knollensellerie
Gutes Basisfutter, geeignet für tägliche Gabe und größere Mengen gutes energiereiches Winterfutter, hoher Gehalt an ätherischen ölen, Eisen, Kalzium und Vitaminen, wirkt aufgrund des Kaliumgehaltes harntreibend, blutreinigend, hustenmildernd, entwässernd, sollte geschält werden, Grün kann auch verfüttert werden
  Kopfsalat
nur selten und in kleinen Mengen verfüttern enthält Eiweiß, Mineralstoffe, Eisen, Apfel-, Zitronen- und andere Säuren, Provitamin A sowie die Vitamine B1, B2, B6 und C, kann wegen des hohen Wassergehalts bei überfütterung zu Durchfall, aber vor allem zu Blähungen führen, enthält oft viel Nitrat, äußere Blätter und Strunk nicht verfüttern!
  Kürbis
nur selten und in kleinen Mengen verfüttern hoher Wasseranteil (90%), enthält viel Kalium und Beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A), Vitamin C und E, Kalium, Kalzium, Zink und Folsäure, wirkt entgiftend, verdauungsfördernd, hilft bei Nierenleiden, sollte geschält werden, keine Zierkürbisse verfüttern
  Mais (Zuckermais)
nur selten und in kleinen Mengen verfüttern enthält Eiweiß, Kohlenhydrate, mehrere Zuckerarten, Kalium, Magnesium, Vitamin B, B2 und C, Maisblätter sind frisch und getrocknet sehr gesund, Maiskolben sind sehr energiereich und deswegen zum verfüttern nicht so geeignet
  Mangold
nur selten und in kleinen Mengen verfüttern hoher Gehalt an Eisen, Kalium und Zink, Vitamin C und Vitamine der B-Gruppe, enthält viel Oxalsäure
  Pastinaken
Gutes Basisfutter, geeignet für tägliche Gabe und größere Mengen geeignetes Winterfutter, enthält viele Kohlenhydrate (Energielieferant), Eiweiß und Kalzium
  Paprika (rot, gelb, grün)
nur selten und in kleinen Mengen verfüttern Kerne und Strunk (solaninhaltig) entfernen, enthält sehr viel Vitamin C
  Petersilienwurzel
nur selten und in kleinen Mengen verfüttern Hochwertiges Winterfutter, enthält viel Kalium, Eisen und Kalzium, wirkt harntreibend und verdauungsfördernd
  Radieschenblätter
nur selten und in kleinen Mengen verfüttern nur die Blätter verfüttern, Radieschen können die Atemwege reizen
  Römersalat / Lattich
nur selten und in kleinen Mengen verfüttern enthält Vitamin A, B1,2, und Vitamin E, kann wegen des hohen Wassergehalts bei überfütterung zu Durchfall, aber vor allem zu Blähungen führen, enthält oft viel Nitrat, äußere Blätter und Strunk nicht verfüttern!
  Rote Beete
nur selten und in kleinen Mengen verfüttern kann getrocknet oder frisch angeboten werden, enthält viel Oxalsäure, kann Urin rötlich verfärben
  Ruccola / Rauke
nur selten und in kleinen Mengen verfüttern verdauungsfördernd, harntreibend, reich an Vitamin C, bakterientötende Wirkung, appetitanregend, enthält oft viel Nitrat, ist keine Salat sondern Kohl, kann daher bei Überfütterung zu Blähungen führen
  Stangensellerie / Staudensellerie
Geignet für tägliche Gabe und größere Mengen Regt den Stoffwechsel und Kreislauf an, enthŠlt wenig Kalorien aber viele Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Phosphor sowie Štherische …le, Grün kann auch verfüttert werden
  Spargel
nur selten und in kleinen Mengen verfüttern sehr kalorienarm, stark harntreibend, regt Stoffwechsel und Nierentätigkeit an
  Spinat
nur selten und in kleinen Mengen verfüttern Frische Spinatblätter enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe, Eisen und Kalzium, jedoch sehr auch viel Oxalsäure, enthält oft viel Nitrat
  Steckrübe
eignet für tägliche Gabe und größere Mengen Gutes, energiereiches Winterfutter, enthält viel Eiweiß sowie reichlich Kalzium und Provitamin A
  Stielmus
nur selten und in kleinen Mengen verfüttern hoher Gehalt an Calcium und Vitamin B1, kann bei überfütterung zu Durchfall und Blähungen führen
  Tomate
nur selten und in kleinen Mengen verfüttern als Kaninchenfutter umstritten, Tomatengrün muss entfernt werden, Pflanzen sind giftig, Tomaten sind reich an Vitamin C, Kalium, Ballaststoffen und Beta-Carotin, sehr wasserhaltig (94%) und kalorienarm
  Topinambur
gesamte Pflanze kann verfüttert werden, reich an Vitaminen wie Karotin, B1, B2, B6, C, D, Nicotinsäure, Biotin, Kalium, Spurenelementen und dem Ballaststoff Inulin, wirkt harntreibend
  Zucchini
nur selten und in kleinen Mengen verfüttern Kürbisgewächs, sollte nur geschält verfüttert werden, hoher Wassergehalt, enthält Kalium, Magnesium, Eisen, Folsäure, Betacarotin sowie Vitamin C


Obst
Obst ist gesund und heiss begehrt, sollte jedoch nur in Maßen gefüttert werden, da es zuckerhaltig ist und bei zu häufiger Gabe den Zähnen schaden und zu übergewicht führen kann. Obst sollte deswegen nur 2 - 3 mal in der Woche als Leckerli verfüttert werden.

Was?Menge?Eigenschaften
  Ananas
nur selten und in kleinen Mengen verfüttern enthält sehr viel Vitamin C, löst Fellknäuel im Magen auf: beim Fellwechsel 2x wöchentlich pro Tier ein Stückchen frische Ananas bzw. frischer bzw. Ananassaft oder frische Kiwi geben.
  Apfel
ab und zu als LeckerchenKerne entfernen, sie enthalten Blausäure
  Banane
nur selten und in kleinen Mengen verfüttern Dickmacher, entählt viel Zucker und kann zu Verstopfungen führen, Schale entfernen
  Birne
ab und zu als Leckerchen entählt viel Zucker, kann zu Durchfall führen
  Brombeere
ab und zu als Leckerchen auch junge Blätter können verfüttert werden, wilde Brombeeren haben mehr Aroma als gezüchtete.
  Erdbeere
ab und zu als Leckerchen Auch die jungen Blätter können verfüttert werden
  Hagebutte
ab und zu als Leckerchen können frisch und getrocknet verfüttert werden, sehr hoher Gehalt an Vitamin C
  Heidelbeere
ab und zu als Leckerchen Auch Blätter und äste können verfüttert werden, Waldheidelbeeren haben mehr Aroma als Kulturheidelbeeren
  Himbeere
ab und zu als LeckerchenAuch die jungen Blätter können verfüttert werden, wilde Himbeeren haben mehr Aroma als gezüchtete
  Honigmelone, Zuckermelone
ab und zu als Leckerchen Hoher Zuckeranteil, Schale und Kerne entfernen, enthalten viel Vitamin C, was bei größeren Mengen zu Durchfall führen kann
  Holunderbeere
ab und zu als Leckerchen Vitamin C Lieferant, wirkt blutreinigend, entzündungshemmend, harntreibend, pilztötend und schleimlösend
  Johannisbeere, rote, schwarze & weiße
ab und zu als Leckerchen Hoher Gehalt an Vitamin C, erprobtes Mittel bei Erkältungskrankheiten, auch die Blätter können verfüttert werden
  Johannisbrot
ab und zu als Leckerchen Bestandteil von Hustentees, hilft bei Durchfall, als energiereiches Winterfutter geeignet
  Kiwi
nur selten und in kleinen Mengen verfüttern Reich an Vitamin C, was bei größeren Mengen zu Durchfall führen kann, kann mit Schale verfüttert werden.

Kiwi löst Fellknäuel im Magen auf: beim Fellwechsel 2x wöchentlich pro Tier ein Stückchen frische Kiwi, Kiwisaft bzw. Ananas oder Ananassaft geben.

  Melone (Wassermelone)
ab und zu als Leckerchen Hoher Wassergehalt, enthalten viel Vitamin C, was bei größeren Mengen zu Durchfall führen kann, Schale und Kerne entfernen
  Weintrauben
ab und zu als Leckerchen Kerne entfernen, Schale enthält viel Gerbsäure
  Zuckermelone, Honigmelone
ab und zu als Leckerchen Hoher Zuckeranteil, Schale und Kerne entfernen, enthalten viel Vitamin C, was bei größeren Mengen zu Durchfall führen kann


Kräuter, Blätter & Blüten
Die folgenden Kräuter sind für Kaninchen geeignet. Viele getrocknete Kräuter enthalten teilweise die achtfache Menge an Mineralien (besonders Kalzium) wie frische Kräuter, was zu einer schädlichen Überversorgung führen kann. Überschüssige Mineralien werden über die Nieren ausgeschieden und können zu Kalkablagerungen in den Nieren und der Harnblase führen und dort Harngrieß oder Blasensteine verursachen.
Kräuter sind also vor allem im getrockneten Zustand sehr kalziumhaltig und sollten nur in kleinen Mengen verfüttert werden. Als Richtwert werden 20 Gr pro Kg Körpergewicht pro Woche empfohlen. Frische Kräuter, vor allem Wildkräuter wie Spitzwegerich und Löwenzahn, können in größeren Mengen verfüttert werden.

Was?Bemerkung
  Basilikum
krampflösend, appetitanregend und beruhigend, hilft bei vielen Erkrankungen der Harnorgane, bei Darmentzündungen, Magenkrämpfen, Erbrechen, Blähungen und Verstopfung
  Beifuss
die enthaltenen Bitterstoffe regen die Bildung von Magensaft und Gallenflüssigkeit an und unterstützen so die Verdauung
  Borretsch (Gurkenkraut)
  Brennessel
blutreinigend und -bildend, stoffwechselfördernd, appetitanregend und verdauungsregulierend, besser nur getrocknet verfüttern
  Breitwegerich
  Brombeerblätter
wirken blutreinigend, harntreibend und leicht schleimlösend
  Brunnenkresse
  Dill
stärkt das Immunsystem, wirkt bei Verdauungsstörungen wie Magenverstimmungen, Koliken, Blähungen, wirkt appetitanregend, ist milchfördernd
  Distel
  Echinacea (Sonnenhut)
Sonnenhutkraut oder auch Echinacia ist die Erkältungspflanze schlechthin, sie stärkt das Immunsystem und hilft, Krankheiten zu verhindern oder schneller zu heilen
  Erdbeerblätter
wirken blutreinigend und harntreibend
  Estragon
wirkt verdauungs- und gallenflußfördernd sowie harntreibend und enthält viel Kalium.
  Gänseblümchen
blutreinigende, harntreibend und schmerzstillend Wirkung, appetitanregend, regen den Stoffwechsel an
  Gartenmelde
  Giersch
  Gras
langsam daran gewöhnen, überfütterung kann zu Blähungen und Durchfall führen
  Giersch
  Gurkenkraut
siehe Borretsch
  Grünes Getriede
  Haselnussblätter
  Heublumenblüten
helfen bei Erkältung, wirken beruhigend und leicht schmerzlindernd
  Hibiskusblüten (Rote Malve)
wirken leicht abführend, antibakteriell, krampflösend, harn- und galletreibend
  Himbeerblätter
wirken entzündungshemmend, stärken das Imunsystem, beruhigen den Magen- und Darmtrakt, helfen bei Durchfall als auch bei Verstopfung
  Hirtentäschelkraut
  Hopfenblüten
wirken antibakteriell und blutreinigend, entzündungshemmend, schmerzstillend, haben eine leicht fiebersenkende Wirkung und fördern den Muttermilchfluss
  Huflattich
  Johannisbeerblätter
  Johanniskraut
Heilpflanze gegen Stimmungsschwankungen, Nervosität und leichte Depressionen
  Kamille
wirkt antibakteriell, austrocknend (deshalb Tee nie am Auge anwenden!), entzündungshemmend, wundheilungsfördernd, krampflösend, verdauungsberuhigend und lindert somit Magen-Darm-Beschwerden
  Kerbel
wirkt magenstärkend, blutreinigend und entwässernd
  Koriander
ätherische öle wirken appetitanregend, verdauungsfördernd, krampflösend und lindernd bei Magen- und Darmleiden
  Kornblumenblüten
wirken appetitanregend, entwässernd, entzündungshemmend, hustenstillend und schleimlösend
  Liebstöckl (Maggikraut)
  Löwenzahn
harntreibend, regen den Stoffwechsel an und helfen unterstützend bei Leber-, Blasen- und Nierenbeschwerden, Blätter, Blüte und Wurzel können verfüttert werden
  Melisse
Blätter wirken antibakteriell bei Erkältungskrankheiten, helfen bei Milchstau, wirken krampflösend, verdauungsfördernd und beruhigend
  Majoran
  Malve
große Heilkraft und desinfizierende Wirkung, Pflanze hilft auch bei Mund- und Rachenentzündungen
  Minze
wird zur Schmerzlinderung bei Kopfschmerzen und Erkältung verwendet, wirkt entzündungshemmend, krampf- und schleimlösend, als Tee wirkt es krampflösend und beruhigend
  Oregano
hilft bei Verdauungsbeschwerden sowie Erkrankungen der oberen Atemwege
  Petersilie
harntreibende Wirkung, appetitanregend, krampflösend, einsetzbar bei Nieren- und Harnwegserkrankungen, Blasen- und Nierensteinen, kann bei schwangeren Tieren in überdosierung zu Fehlgeburten führen, Stengel, Blätter, Wurzel können verfüttert werden, wegen des hohen Kalziumgehalts nur selten verfüttern, nicht bei Nierenschäden anwenden!
  Pfefferminze
Blätter und Stiele können verfüttert werden, Pfefferminze wirkt schleimlösend, entzündungshemmend, keimtötend und verdauungsanregend, regt den Appetit an, nicht für den Dauergebrauch geeignet!
  Pimpernelle (Bibernelle)
verbessert die Milchleistung, wirkt schleimauflösend, schweißtreibend und stärkend bei Lähmungen der Zunge, Blutergüssen, Heiserkeit, Hauptanwendung der Bibernellwurzel ist die Tinktur, das Wurzelpulver wirkt verdauungsfördernd, der Saft hilft bei Harnbeschwerden, Verstopfungen der Milz und Leber
  Ringelblumenblüten
Wundheilung bei Entzündungen, Riss-, Quetsch- und Brandwunden, als Tee bei Gallenbeschwerden
  Rosenblätter & Rosenblüten
Herz- und Kreislaufstärkend, blutreinigend, gut für Magen und Darm und können unterstützend nach Absprache mit dem Arzt bei Lungenschwäche, Leberschwäche und Herzbeschwerden gegeben werden
  Rosmarin
anregend auf Kreislauf und fördert auch die Tätigkeit der Verdauungsdrüsen und hilft so bei Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen.
  Rotklee
blutreinigend, können bei Verstopfung und Durchfall regulierend wirken
  Sauerampferkraut
  Schafgarbe
blutreinigend, krampflösend, hilft bei Appetitlosigkeit, Blähungen und Durchfall
  Salbei
verdauungsfördernde, zusammenziehende, entzündungshemmende und desinfizierende Wirkung, dadurch wirksam bei Halsschmerzen und Halsentzündungen, Wiesensalbei ist verträglicher als Küchensalbei
  Sonnenblume
ganze Pflanze, aber ohne Kerne!
  Spitzwegerich
alterprobtes Mittel gegen Husten, Magen- und Darmschleimhautentzündungen, Quetschungen, blutende Wunden und Insektenstiche, wirkt antibakteriell, blutreinigend, entzündungshemmend und schleimlösend
  Taubnesseln
entzündunghemmend, reizlindernd, entkrampfend, blutreinigend, fiebersenkend, hilft bei Erkältung der oberen Luftwege sowie Magen- und Darmbeschwerden
  Thymian
wirkt aufgrund seiner ätherischen öle bei Bronchitis und Katarrhen der oberen Luftwege hustenreizstillend und schleimlösend, wirkt krampflösend und fördert den Auswurf beim Husten, die Gerbstoffe des Thymians unterstützen die antientzündliche Wirkung und regulieren die Verdauung
  Topinambur
pflanzlicher Appetitregulator ohne Nebenwirkungen, gut geeignet als Diätgemüse, da es fett- bzw. kalorienarm ist, Inulin wirkt sich günstig auf die Darmflora aus, Grün darf ebenfalls verfüttert werden
  Vogelmiere
antiviral, immunstimulierend, juckreizstillend, hilft bei Erkältungskrankheiten, Husten, rauhem Hals, gilt als Blutreiniger bei Stoffwechselerkrankungen wie Gicht und Rheuma und wird als Wundbehandlung bei Ekzemen angewandt
  Weißdorn
hilft bei Herz- und Kreislaufstörungen


Zweige & Blätter
Folgende Zweige mit Blättern sind für Kaninchen geeiget:

Was?Bemerkung
  Ahorn
  Apfelbaum
kann in grossen Mengen verfüttert werden, ist sehr beliebt bei den Langohren
  Buche (Hainbuche, Rotbuche usw.)
nur selten verfüttern, Blätter enthalten viel Oxalsäure
  Birke
Blätter wirken blutreinigend und harntreibend und können daher unterstützend auch als Tee zur Durchspülung bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der Blase und Nieren (Blasenentzündung, Nierenschwäche, Nierensteine) gegeben werden, bei Nierenschäden nicht verfüttern!
  Birnenbaum
  Eiche
ohne Eicheln!
  Erle
  Esche
  Fichte
  Haselnuss
Kann in grossen Mengen verfüttert werden
  Heidelbeerbusch
Kann in grossen Mengen verfüttert werden
  Johannisbeerbusch
Kann in grossen Mengen verfüttert werden
  Kiefer
  Linde
  Pappel
  Tanne
alle Echt- und Edeltannen können verfüttert werden, keine Weihnachtsbäume, das diese meißt gespritzt sind!
  Weide
nur selten verfüttern, enthält viel Gerbsäure, Blätter wirken fiebersenkend, entzündungshemmend und schmerzstillend bei chronischen Leiden



© 2010 Löffeltreff.de

eMail Webmaster

Aktualisiert : 17.11.2010