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Zur Herkunft & Geschichte der Kaninchen
 
Die Herkunft unserer heutigen Hauskaninchen werden sicher viele Kanbinchenliebhaber als "zu geschichtlich und trocken" empfinden und ihr daher keine so grosse Aufmerksamkeit schenken. Um mit einem Kaninchen richtig umzugehen und es richtig zu ernähren, ist es aber sehr wichtig und hilfreich zu wissen, wo die Kaninchen ursprünglich herkommen und auf welche Lebensweise und welche Ernährung ihr Organismus eingestellt ist. Hierfür lohnt es sich auch, einen Blick ins Reich der Wildform zu riskieren, denn trotz Domestikation haben sich die Kaninchen wie kaum ein anderes Haustier die natürlichen Verhaltensweisen erhalten, und das Verhalten der Wildkaninchen in freier Wildbahn dient uns damit als verlässliche Quelle auch für die Bedürfnisse unserer Hauskaninchen.
 
Unsere heutigen domestizierten Hauskaninchen (Oryctolagus cuniculus) stammen vom europäischen Wildkaninchen ab und gehören im zoologischen System trotz der ständig nachwachsenden Nagezähne nicht wie oft vermutet zu den Nagetieren, sondern der Familie der "hasenartigen" (Lagomorpha) an. Auch wenn sie den Hasen in vielerlei Hinsicht ähneln, dürfen Hasen und Kaninchen nicht miteinander verwechselt werden, sie sind nicht einmal miteinander verwandt! Mehr zum Unterschied zwischen Kaninchen und Hasen erfahren sie hier.
 
Das europäische Wildkaninchen war vor mehr als 3.000 Jahren auf der Iberischen Halbinsel, das heutige Spanien und Portugal, beheimatet und wurde dort erstmals entdeckt. Mit Hilfe des Menschen verbreiteten sie sich rasch über die ganze Welt. Sie dienten zunächst hauptsächlich der Fleischgewinnung, seit dem 19. Jahrhundert verlagerte sich der Züchtungsschwerpunkt und wichtig wurden Körpermerkmale wie Grösse, Fellfarbe, Ohrenform etc. Es gibt derzeit rund 200 verschiedene Rassen mit unterschiedlichsten Farbvariationen.
 
Wie wir nun wissen, stammt das Wildkaninchen aus dem südeuropäischen Raum. Auch heute ist es in West-, Mittel- und Südeuropa beheimatet. Sein Lebensraum ist also von Buschland minderer Qualität gekennzeichnet und so hat sich auch das Verdauungsystem dahingehgend entwickelt, den maximalen Nutzen aus einer nährstoff- und kalorienarmen Nahrung zu ziehen. Dadurch, dass der Blinddarmkot von den Kaninchen gleich nach dem Ausscheiden verzehrt wird, werden die Nährstoffe optimal verwertet. Viele Kaninchen werden nun mit der handelsüblichen Trockenfutter-Mischung gefüttert, die aber im Vergleich zu den Gräsern in ihrem natürlich Lebensraum viel zu nahrhaft ist und deswegen dick und auch krank machen kann, da das Verdauungssystem einfach nicht für so ein konzentriertes Futter gemacht ist.
 
Die konsequente Schlussfolgerung aus diesem kurzen historischen Exkurs muss demnach lauten: die Hauptnahrung der Kaninchen ist in erster Linie Heu. Mehr zum Thema "gesunde Ernährung" erfahren Sie hier.


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Aktualisiert : 17.11.2010