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Einige physiologische Besonderheiten beim Kaninchen

Natürliche Umgebung & Temperatur
Die Heimat des Wildkaninchens zeichnet sich durch ein mediterranes, mässig warmes und relavtiv trockenes Klima aus. Sie sind Höhlenbewohner und verbringen ihre meiste Zeit im Bau unter der Erde. Die optimale Umgebungstemperatur beträgt ca. 18 Grad, Temperaturen über 22 Grad sind bereits als kritisch anzusehen! Kaninchen haben keine Schweißdrüsten und können nicht schwitzen. Der Temperaturausgleich erfolgt nur durch Wasserverdunstung über die unbehaarten Ohren und mit Wasserabgabe über die Atmung.
Fazit: Kaninchen reagieren sehr empfindlich auf hohe Temperaturen und können schnell einen Schitzschlag erleiden!
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Nahunrgsaufnahme
Die Nahrungsaufnahme erfolgt überwiegend während der Morgen- und Abenddämmerung und nachts, bei Hausaninchen aber auch tagsüber. Kaninchen können täglich bis zu 55% ihres Gewichtes an Grünfutter fressen. Sie gleichen den geringen Nährstoffgehalt im Futter durch Aufnahme grösserer Mengen aus. Innerhalb eines Tages nehmen sie bis zu 80 kleine Mahlzeiten zu sich.
Der Blinddarmkot spielt hierbei eine wichtige Rolle. Kaninchen recyclen sozusagen ihr Futter, indem sie die weichen, feutchten Kotbällchen direkt vom After aufnehmen und fressen. Dieser Kot ist sehr reich an wichtigen Nährstoffen und Vitamin B und ist lebenswichtig für eine funktionierende Verdauung. Kaninchen haben einem sog. Stopfmagen, d.h. der Magen kann aufgenommenes Futter nicht eigenständig transportieren, da er zu schwach bemuskelt ist. Der Transport der Nahrung erfolgt nur durch neu aufgenommenes Futter. Bei Futtermangel kommt es zu gefährlichen Verdauungsstörungen, da das schon im Darm vorhandene Futter nicht weiter transportiert werden kann.
Fazit: Kaninchen müssen immer Heu zur Verfügung haben, damit ihr Verdauungsystem in Gang bleibt.
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Orientierung
Die visuelle Orientierung wird beim Kaninchen durch die seitlich am Kopf sitzenden Augen gewährleistet. Als Fluchttier ist ein weites Gesichtsfeld mit Rundumsicht erforderlich. Und obwohl das Kaninchen kein so gutes Sehvermöghen hat, kann es auf optische Reize in Verbindungen mit Bewegungen sehr empfindlich reagieren. Da Kaninchen dämmerungsaktive Tiere sind, fehlt ihnen die Fähigkeit, ihre Pupillen zu verengen, so sieht ein Kaninchen bei schwachem Licht am besten, grelles Licht hingegen wirkt sehr irritierend.
Fazit: Beim Handling mit Kaninchen ist ein ruhiges Verhalten und sanfte Bewegungen wichtig, um die Tiere nicht zu erschrecken. Auch ist darauf zu achten, das keine grellen Lichtquellen auf die Tiere ausgerichtet sind.
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Bei der akustischen Orientierung geht es beim Beutetier Kaninchen vor allem um die Feindvermeidung. Die großen Ohrmuscheln, die unabhängig voneinander bewegt werden können, sind wie Schalltrichter gebaut und verschaffen dem Kaninchen einen Hörraum von 360 Grad, es braucht also den Kopf nicht zu bewegen, um Geräusche aufzunhemen. Die Gesamthörempfindlichkeit liegt beim Kaninchen zwischen 100 - 50.000 Hz. Zum Vergleich: beim Menschen liegt sie bei 1.000 - 5.000 Hz, Kaninchen hören demnach auch sehr tiefe Töne, die wir Menschen nicht mehr wahrnehmen können, aber vor allem nehmen Kaninchen die höheren Töne sehr gut wahr.
Fazit: Kaninchen reagieren sehr empfindlich auf Geräusche, da ihre Hörempfindlichkeit sehr viel feiner und empfindlicher ausgeprägt ist als die des Menschen. Sie sind in der Lage, vor allem hohe Töne wahrzunehmen, die Menschen garnicht mehr hören können. Es ist deswegen wichtig, laute Geräuschkulissen in der Nähe der Kaninchen unbedingt zu vermdeiden, da sie dadurch massiv erschrecken und gestresst sind. Vor allem die hohen Töne können den Tieren Angst machen, darauf sollte auch z.B. bei der Haushaltsarbeit geachtet werden.
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Die olfaktorische (das Riechen betreffend) Orientierung spielt beim Kaninchen eine besonders wichtige Rolle; dieser Sinn ist am stärksten ausgespägt. Im Sexual- und Sozialverhalten ist sie massgeblich entscheidend, da das Kaninchen mit speziellen Hautdrüsen am Kinn und in der Analregion Duftstoffe produziert, mit denen das Territorium markiert wird und die Gruppenangehörigen identifiziert werden. Auch wird die vertraute Umgebung durch Markieren von Gegenständen mit dem Kinn so wiedererkannt.
 
Das sog. Nasenblinzeln dient der überprüfung der Luft, dabei werden die beweglichen Nasenfalten synchron gehoben und gesenkt. So sammelt das Kaninchen Inforamtionen über Feinde, Artgenossen und die Umgebung.
Fazit: Der Riechsinn ist der Wichtigste Sinn beim Kaninchen und lebenswichtig.
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Aktualisiert : 17.11.2010